Wiesenmanagement im FFH-Gebiet 344 „Leineaue zwischen Hannover und Ruthe“

Das FFH-Gebiet 344 "Leineaue zwischen Hannover und Ruthe" stellt sich als eine durch Abtragungs- und Ablagerungsprozesse entstandene Flussauenlandschaft mit regelmäßig auftretenden Überschwemmungs-ereignissen dar. Charakteristische Landschaftsmerkmale sind natürliche Flutmulden und verlandete Altarmreste mit Restbeständen von Auenwäldern sowie landwirtschaftlich genutztes Grünland unterschied-licher Feuchtegrade. 

Besondere Bedeutung besitzt die südliche Leineaue aufgrund ihres Vorkommens von Brut- und Gastvögeln. Hier kommen z.B. gefährdete Brutvogelarten wie der Weißstorch (Ciconia ciconia) und der Wachtelkönig (Crex crex) vor.


Um die im Gebiet charakteristischen Pflanzen- und Tierarten zu schützen, ist eine auf deren Bedürfnisse angepasste Mahd grundlegend. Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung des geschützten FFH-Lebensraumtyps 6510 "Magere Flachland-Mähwiesen" unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der im Gebiet vorkommenden geschützten Brutvogelarten. 
Das durch die ÖSML überarbeitete Konzept zum zweischürigen Mahdmanagement von Grünlandflächen im Eigentum der Stadtwerke Hannover AG hat im Jahr 2018 erstmals Anwendung gefunden. Der erste Mahddurchgang beginnt gestaffelt zwischen dem 15.05. und 01.07. eines jeden Jahres. In einem Abstand von mindestens sechs bis acht Wochen wird eine zweite Mahd durchgeführt. 
Der regelmäßige Austausch mit dem Flächeneigentümer, Pächtern, Jägern sowie dem ehren- und hauptamtlichen Naturschutz ist elementarer Bestandteil diese Projektes.







Dieses Projekt wird durch das Land Niedersachsen finanziert.