Erhalt von Ruderalflächen als Sekundärlebensräume 

an den Koldinger Kiesteichen 

Ziel dieses Projektes ist die Bereinigung und der Erhalt der Ruderal-flächen als Nahrungshabitat für den Wendehals und als Lebensraum für diverse Laufkäferarten unter Einbezug der Zurückdrängung der Riesen- oder Späten Goldrute (Solidago gigantea) sowie ggf. weiterer floristischer Problemarten.  

Die Ruderalflächen im früheren Kiesabbaugebiet der Koldinger Seen fungieren als Sekundärbiotop für Flächen mit ursprünglicher Eigendynamik der Leineaue, die durch Dämme und Deiche des Hochwasserschutzes natürlicherweise nicht mehr auftritt. Sie unterliegen der natürlichen Sukzession und müssen offen und frei gehalten werden, u. a. auch von Neophyten, damit diese die heimischen, standorttypischen Pflanzen nicht verdrängen und um speziell Pionierarten zu erhalten und zu schützen. Die (offenen) Flächen dienen außerdem als Lebensraum vieler Ameisenarten, die für den Wendehals, der in den letzten sechs Jahren hier in bis zu fünf Revieren aufgetreten ist, von besonderer Bedeutung vor allem bei der Jungenaufzucht sind.

Die Späte Goldrute (Solidago gigantea), ein aus Nordamerika stammender Neophyt, hat sich im FFH-Gebiet 344 stark ausgebreitet und tritt besonders auf einer Zielfläche mit einem sehr dichten Bestand nahezu flächendeckend auf. Zudem hat 2019 die Rauhaarige Wicke (Vicia hirsuta) eine der Hauptnahrungsflächen des Wendehalses erstmalig und unerwartet vollständig überwachsen, sodass sie ohne Mahd nicht mehr als Nahrungsfläche zur Verfügung gestanden und eventuell zu einem Brutausfall des dortigen Wendehalspaares geführt hätte.






Dieses Projekt wird durch das Land Niedersachsen finanziert.